Besuch der Biochemie an der NAWI Salzburg

„Einführung und Beginn“

Als wir, die 5Rb Klasse des BG/BRG Hallein, bei der NAWI angekommen sind, wurden wir freundlich begrüßt. Prof. Kreuzberger gab uns erste Informationen über die Institute an der NAWI und einen Überblick das Gebäude betreffend.

Ein Assistenzprofessor (Dr. Reischl) berichtete uns in einer ausführlichen power-point Präsentation welche Studienrichtungen möglich sind und wie viele Studierende an den einzelnen naturwissenschaftlichen Instituten eingeschrieben sind. Außerdem berichtet er über seine Ausbildung und seine berufliche Laufbahn. In seinem Vortrag wurden verschiedene Analyseverfahren erklärt und wir durften mit unseren handys über verschiedene Fragen dazu abstimmen.

Danach kam der praktische Teil. Wir fanden es sehr interessant in einem Labor der UNI selbst einmal etwas ausprobieren zu können. In 4 Gruppen eingeteilt, machten wir die einzelnen Stationen durch.

Station 1: „Fotosynthese - Sauerstoffentwicklung und Algen“

Nach einem kurzen theoretischen Vortrag von Dr. Tenhaken der uns vor Augen führte, dass Algen die Energieproduzenten der Zukunft sind (als Erdölersatz, produzieren auf kleinen Flächen große Menge an Biomasse, können Fotosynthese auch bei geringer Sonneneinstrahlung und verschiedenen Lichtfarben betreiben,….) konnten wir interessante Experimente durchführen.

An einem laptop konnten wir durch ein Kurven-Diagramm verfolgen wie Algen mit und ohne Licht bzw. Lichtintensitätsveränderungen ihre Sauerstoffproduktion verändern. Mit einem Luxmeter konnten wir die Lichtstärke messen. Ohne Licht wird Sauerstoff wieder zurückgenommen – Algen brauchen für die Zellatmung Sauerstoff. Zum Schluss wurde durch Zugabe von Pflanzenschutzmittel, das auch bei Bahngeleisen Anwendung findet die Sauerstoffproduktion durch die Blockierung der Photosynthese ganz stark reduziert.

Es war sehr gut die Arbeit von Wissenschaftlern näher begutachten zu können.

Station 2: „Nahrungsaufnahme bei Einzellern“

In einem Vorlesungssaal waren Mikroskope vorbereitet. Zudem haben wir Nahrung (Hefezellen mit Kongorot eingefärbt) und Pantoffeltierchen bekommen. Zu Beginn wurde uns die Handhabung der Mikroskope erklärt und wir stellten ein Präparat her. In einem kleinen Probetropfen konnten wir viele Pantoffeltierchen beobachten. Sie waren ausgehungert und „fraßen“ die dargebotenen Nahrungsteilchen. Nachdem diese Tierchen durchsichtig sind, konnte man rote (pH-neutral) und blaue (sauer) Hefe sehen wie sie die Körper durchwanderten. Problematisch war, dass diese Tiere Licht nicht mögen und sie deswegen vor unserer Beobachtung flüchteten. Wir konnten trotzdem Pantoffeltierchen beobachten wie sie sich bewegten, teilten, fraßen,……

Durch drei Universitätsmitarbeiterinnen betreut, konnten wir viele neue Einsichten in die mikroskopische Welt erlangen.

Station 3: „Analyse von Schmerzmitteln“

Bevor wir das Labor des biochemischen Institutes in dem Versuche aufgebaut waren betreten durften, mussten wir weiße Labormäntel anziehen und Brillen aufsetzen.

Frau Dr. Fimberger erklärte uns wie eine solche Analyse möglich ist. Sie hatte das Analysegerät mit einer Analysesäule und einem laptop auf dem man die Bestandteile des Medikamentes (Thomapyrin) in Form von Hügeln (piks) in einem Diagramm sichtbar werden, vorbereitet. Zuerst musste einer von uns die Tablette mit einem Mörser sehr fein zerreiben. Dann wurde sie aufgelöst. Dies musste alles sehr genau sein. Mit einer feinen Spritze gab ein Mitschüler die aufgelöste Tablette in das Analysegerät. Danach starteten wir den Durchfluss und die Analyse begann. Auf Grund der piks konnte Paracetamol und Coffein nachgewiesen werden.

Es war ein lustiger Versuch und ist sicher für Nahrungsanalysen geeignet.

 

Station 4: „Chromatografie - Schmerzmittelanalyse“

Mit weißen Mänteln und Schutzbrillen ausgerüstet ging es ans Experimentieren. Frau Ing. Briganser leitete uns an. Wir sollten mit einer Chromatographie auf einer DC-Platte die Bestandteile Koffein, Paracetamol und Acetylsalicylsäure auftrennen. Auf die DC-Platte gaben wir diese 3 Stoffe in Reinform als Testmittel und daneben unsere aufgelöste Tablettenprobe. Zwei verschiedene Schmerztabletten wollten wir untersuchen.

Nachdem wir einen Startstrich gemacht hatten und die Proben aufgetragen hatten wurde die Platte in ein Laufmittel gegeben. Das Laufmittel stieg der Platte nach oben auf und nahm hoffentlich die Proben mit. Erst unter der UV-Lampe sieht man die Punkte der Probe und – wenn die Probepunkte auf der gleichen Höhe wie die Reinstoffe anzutreffen sind ist es geglückt. Man erkennt dass nur in einer der beiden Proben die genannten Stoffe in den Tabletten vorhanden sind.

Die Analysemethode hatten wir bereits im Vorjahr in Chemie kennen gelernt, die Anwendung war uns jedoch neu. Jetzt wissen wir endlich wie Medikamente aufgebaut sind.

Ende und Ausklang

Danke an Prof. Huber der uns die Möglichkeit bot ins universitäre Leben hinein schnuppern zu können.  Danke auch an alle die so nett und freundlich zu uns waren. Es war ein sehr interessanter Tag.

Mit Prof. Kreuzberger und Prof. Dalfen gingen wir zur Busstation und fuhren wieder nach Hallein zurück.