Kulturreise der 8G nach Berlin

Mit dem Wissen, dass mit Ferienende noch eine gemeinsame Reise mit der Klasse ansteht, startet es sich viel einfacher in das neue Schuljahr. So flogen wir bereits am Donnerstag, den 15. September früh morgens mit dem Flugzeug nach Berlin.

In der Stadt angekommen blieb uns nur kurz Zeit, das Gepäck  im Hotel abzuladen, bevor wir uns durch eine Bootsfahrt entlang der Spree einen ersten Überblick verschaffen konnten. Nach einer Mittagspause fuhren wir mit einem Sightseeing-Bus durch die Stadt, um weitere Eindrücke zu erhalten.

Am darauffolgenden Tag besichtigten wir das Brandenburger Tor und das Holocaust-Mahnmal genauer, auch zum Berliner Dom spazierten wir. Auf unserem Weg gelangten wir auch zur Humboldt-Universität, vor der 1933 die Bücherverbrennung durch die Nationalsozialisten stattgefunden hat. Weiters waren wir im DDR-Museum und betrachteten Berlin vom Fernsehturm aus von oben.

Der einzig verregnete Vormittag war der Samstag, doch als wir mit der Besichtigung des Neuen Palais in Potsdam fertig waren, hatte es bereits zu regnen aufgehört. Ein Teil der Gruppe spazierte daraufhin in direkt in die in die Innenstadt Potsdams, ein anderer Teil spazierte im Park Sanssouci an den Orangerien vorbei und gelangte so zum Schloss Sanssouci, das, unter Friedrich II. errichtet, einen Eindruck in dessen Leben und in das seiner Nachfolger vermittelte.  Später besuchten wir die sehr groß gebaute Nikolaikirche, welche die Erwartungen von innen allerdings bei vielen nicht treffen konnte.

Bei der Berliner Mauer erfuhren wir einiges über die Teilung Deutschlands in Ost und West. Besonders beeindruckend dort war das Fenster des Gedenkens, das Fotos all jener zeigte, die beim Versuch aus der DDR zu flüchten im Bereich der Mauer umgekommen sind. Gestärkt und ausgeruht in Restaurants rund um das besonders schön gebaute Sony Center erhielten wir am Nachmittag eine sehr informative Führung durch den Reichstag, was gemeinsam mit dem Besuch der Kuppel auf dem Gebäude für einige ein kleines Highlight der Kulturreise darstellte. Interessierte verbrachten diesen Abend daraufhin in der Oper. Zwar war der “Barbier von Sevilla”  für viele die erste Oper, die sie gesehen hatten, dennoch war der Großteil besonders durch die äußerst moderne Inszenierung des Stücks begeistert.

Nach einem Besuch der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche stand uns der weitere Montagnachmittag am Kurfürstendamm zur freien Gestaltung offen. Einige nutzen dies, um sich Museen ihres Interesses anzusehen, andere nutzten die Gelegenheit für eine ausgiebige Shopping-Tour. Den letzten Abend verbrachten wir gemeinsam damit, uns eine eindrucksvoll gestaltete Dokumentation über die deutsche Geschichte  auf der Lichtspielbühne hinter dem Reichstag im Freien anzusehen, nachdem wir zuvor gemeinsam essen gegangen waren.

Bevor wir am Dienstagabend schon wieder nach Hause reisten, besichtigten wir noch die East-Side-Gallery, welche einen Teil der ehemaligen Berliner Mauer beinhaltet, der von verschiedenen Künstlern mit Kunstwerken mit politischem Hintergrund gestaltet wurden. Voller Motivation führte uns unser Klassenvorstand auch noch zum Deutschen und zum Französischen Dom, doch war niemand mehr wirklich dafür zu begeistern, diese auch von innen zu besichtigen. Zum Abschluss besuchten wir noch den Checkpoint Charlie und nach zwei interessanten Führungen im Jüdischen Museum reisten wir schließlich ab.

Insgesamt war es eine sehr spannende Woche, in der wir viele Eindrücke über Berlin erhielten und trotzdem noch einige Zeit zur freien Verfügung hatten. Außerdem war es schön, als Klasse noch einmal gemeinsam etwas zu unternehmen, bevor es jetzt an das letzte gemeinsame Schuljahr geht.