Aufgaben, Rechte, Ziele

Das individuelle Recht der Eltern auf eigenständige Erziehung der Kinder ist in der österreichischen Verfassung verankert und im Schulgesetz festgehalten. Ergänzend dazu definiert das österreichische Schulunterrichtsgesetz Elternrechte im Rahmen der so genannten Schulpartnerschaft. Der Elternverein (EV) ist die älteste Form der Mitbestimmung von Eltern und eine sehr effiziente, denn er übt seine Tätigkeit auf privatrechtlicher Basis aus. Der Elternverein ist der freiwillige privatrechtliche Zusammenschluss von Erziehungsberechtigten der Kinder einer Schule. Ihm stehen die im Schulunterrichtsgesetz aufgezählten Vertretungsrechte der Eltern zu. Die Schulen sind daher auch gesetzlich verpflichtet, die Arbeit der Elternvereine zu unterstützen. Eine wichtige Grundlage für eine gute Zusammenarbeit von Lehrern, Eltern und Schülern ist die Kommunikation untereinander.

Aufgaben eines Elternvereins sind im jeweiligen Statut konkret formuliert und beinhalten:

  • Wahrung der Elternrechte
  • Enge Zusammenarbeit mit Eltern, Schulleiter/in und Lehrer/innen, um die Unterrichts- und Erziehungsarbeit der Schule positiv zu beeinflussen
  • Mitverantwortung in Bezug auf das Schulgeschehen
  • Beratung der Eltern bei Fragen, die das Schulgeschehen betreffen
  • Hilfe und Unterstützung für bedürftige Schüler/innen (keine regelmäßige Fürsorgetätigkeit!)
  • Durchführung von Veranstaltungen, die den Vereinszweck fördern
  • Unterstützung der Aktivitäten der Schulgemeinschaft
  • Unterstützung bei der Anschaffung besonderer Lehrmittel
  • Abhaltung von Zusammenkünften der Eltern

Rechte eines Elternvereins:

Recht auf Information: Die Mitglieder des Elternvereins haben durch die von Ihnen in den Schulgemeinschaftausschuss (SGA) entsandten Elternvertreter das Recht auf Information über jene Angelegenheiten, die Eltern und Schüler/innen im Rahmen des Schulgeschehens betreffen. Der/die Vorsitzende hat das Recht, Einblick in alle Erlässe zu nehmen. Von jenen Erlässen, die für die Arbeit der Schulpartner besonders wichtig sind, muss er/sie ein Exemplar erhalten.

Recht auf Anhörung: Mitglieder des Elternvereins können der Schulleitung bzw. den Klassenlehrer/innen Vorschläge, Wünsche und Beschwerden mitteilen. Der Schulleiter hat das Vorbringen des Elternvereins zu prüfen und mit den Organen des Elternvereins zu besprechen.

Recht auf Mitbestimmung und Mitsprache: Der Elternverein entsendet drei Vertreter und drei Stellvertreter in den Schulgemeinschaftsausschuss (SchUG § 64).

Ziele eines Elternvereins:

Wahrung der Elterninteressen:

  • Herstellung und Pflege der Partnerschaft zwischen Elternhaus, Schüler und Schule und Mitwirkung im Rahmen der Schulgemeinschaft (§ 2 SchUG)
  • Unterstützung der Eltern bei der Geltendmachung der ihnen nach dem SchUG zustehenden Rechte
  • Förderung des Unterrichtes der die betreffende Schule besuchenden Schüler durch enge Zusammenarbeit mit dem Lehrkörper
  • Beratung der Eltern in schulrechtlichen Fragen sowie in Angelegenheiten des Beihilfenwesens
  • Wahrnehmung der Elterninteressen hinsichtlich der Schulbahn- und Berufsberatung

Wahrung des Erziehungsrechtes der Eltern:

  • Unterstützung der im § 2 SchOG normierten Miterziehungsaufgaben der Schule unter Wahrung des primären Erziehungsrechtes der Eltern
  • Förderung positiver Erziehungseinflüsse und Abwehr negativer Einflüsse in Zusammenarbeit mit der Schule
  • Wahrnehmung von Möglichkeiten zur Beratung und Weiterbildung der Eltern auf dem Gebiet der Bildung und Erziehung

Unterstützung der Klassenelternvertreter und deren Stellvertreter

Der Elternverein steht allen Eltern und Erziehungsberechtigten offen. Im Interesse der optimalen Erziehung und Förderung unserer Kinder müssen wir unsere Rechte und Pflichten wahrnehmen, wozu auch die Mitsprache und Mitarbeit in schulischen Belangen gehört.

Es geht letztendlich immer um Ihr Kind!

ES GIBT AUGENBLICKE, IN DENEN ES NICHT AUF WORTE ANKOMMT, SONDERN DARAUF, DASS MAN EINFACH HINGEHT UND ETWAS TUT!